Hindus verehren verschiedene Götter, die jeweils für bestimmte Bereiche zuständig sind. Jeder Gott hat einen eigenen Tempel. Ich habe viel über die Religion gelernt, da alle Beteiligten, die ich fragte, mir gern Auskunft gaben. Folgende Information erhielt ich von einem jungen Ordner, der die Straße absicherte.
Hinduistisches Tempelfest: Prozession

Die Göttin Sri Kanaka Thurkai Amman erfüllt Wünsche
Man bittet sie um die Erfüllung eines Wunsches oder dankt ihr, wenn ein Wunsch in Erfüllung gegangen ist. Sie ist daher eine beliebte Göttin. Zum Dank opfern die Gläubigen Früchte.

Die Opferteller sind bereits vorbereitet und werden von den Gläubigen gekauft. Damit unterstützen sie den Tempel und bringen ein Opfer für ihre Wünsche.
Festliche Hindu-Tradition

Einmal im Jahr feiern die Hindus das Tempelfest zu Ehren von Sri Kanaka Thurkai Amman, das zehn Tage dauert. Der Höhepunkt des Festes ist der Umzug. Die Göttinnenstatue wird in einer Prozession durch die Straßen von Kirchheim unter Teck um den Hindutempel herumgeführt.
Hinduistisches Tempelfest: gemeinsam feiern, Familie treffen
Dabei kommen Hindus aus nah und fern zusammen. Ähnlich wie bei den meisten religiösen Festen treffen sich Familienmitglieder, Freunde und Bekannte zum gemeinsamen Feiern.
Was Kleider erzählen

Das Besondere sind die wunderschönen Festtagskleider, besonders die der Damen. Wie in vielen Kulturen können Eingeweihte schon viel an der Kleidung erkennen, siehe -> Was Trachtenkleider erzählen oder gar petzen
Verheiratete Frauen tragen einen gewickelten Sari. Um den Hals liegt die Hochzeitskette. Die Punkte auf der Stirn sind rot – einer zwischen den Augenbrauen und ein größerer am Haaransatz.

Die Punkte der unverheirateten Frauen und Mädchen sind dagegen schwarz. Sie tragen auch keinen Sari, sondern Oberteile mit Rock oder Hosen.
Zu Festtagen sind die Kleider aus Seide oder glänzender Baumwolle – sehr festlich, sehr farbig.
Hinduistisches Tempelfest: Markttreiben



Das Fest ist nicht nur ein Treffpunkt, sondern auch ein Markt.

Es gibt Obst und Gemüse von Mango bis Okra, Süßigkeiten und Stoffe für Saris.


Für den Hunger zwischendurch gibt es Stände mit heimischen Gerichten, die frisch zubereitet werden.
Hier wird ein Gemüseeintopf gekocht, der für alle gratis ausgegeben wird. Das gemeinsame Essen ist wichtig.