Schon vor der Premiere am 25. Juli 2010 wirbelte die Neuinszenierung von Hans Neuenfels viel Staub auf. Was ist daran so besonders?
Rechts und links werden Türen – wie Feuerschutztüren oder stählerne Luken – geöffnet. Ratten strömen herein, auf den Hinterbeinen mit kleinen Trippelschritten. Schwarze Ratten, soweit man schaut. Sie stehen auf riesigen nackten Füßen mit spitzen Krallen, als ob sie Männchen machen. Die Hände schauen aus den kurzen Ärmeln – lange Finger mit spitzen Krallen.
Was haben sie in der Oper Lohengrin zu suchen?
Sie singen die Partien, die Telramunds Mannen (Männer) singen. Es folgen weiße Ratten, die Mannen der Elsa von Brabant.
♫ Parsifal in Bayreuth 2010 – drastische Sexszenen
Die Bayreuther Festspiele 2010 zeigen diese Inszenierung von Stephan Herheim im dritten Jahr. Was hat sich geändert?
Geblieben ist das gewohnt hohe musikalische Niveau des Festspiel-Orchesters unter der Leitung von Daniele Gatti, des Chores und der Solisten.