♫ Pinocchios Abenteuer: Theater im Schuhkarton – überdimensional

Bühnenbilder von Robert Schweer in „Pinocchios Abenteuer“.

Die Kutsche Richtung Spaßland besteht aus einer ausgesägten flachen Holzplatte mit aufgemaltem Wagen und Rädern. Mitten drin befindet sich eine Tür, durch die Pinocchio (Tina Hörhold) und Lampwick (Nam Won Huh) einsteigen und sich scheinbar gegenüber hinsetzen, jedoch sind unten ihre Füße zu sehen. Mal bewegen sie sich vor, mal zurück, und natürlich ruckeln dabei auch Pinocchio, Lampwick und der Kutscher (Michael Hofmeister), der sich hinterher als Bösewicht herausstellt.
Die Bühne sieht aus wie ein riesiges, aufgeklapptes Bilderbuch.

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♫ Pinocchios Abenteuer: Grille, Schnecke, Blaue Fee – Fuchs und Kater…

Pinocchios Abenteuer mit Musik von Jonathan Dove

Stuttgarter Staatsoper
Geppetto der Schreiner Michael Ebbecke schnitzt Pinocchio Tina Hörhold mit soviel Energie aus einem Holz, dass nicht nur die Späne, sondern auch die Stechbeitel fliegen – in den Orchestergraben. Mit so viel Schwung geht die Oper weiter. Eine Episode von Pinocchio, dem frechen „italienischen Struwwelpeter“, der sich gegen jede Erziehung sträubt, reiht sich an die andere.
Die Frage nach dem Schönsten – die einfallsreiche Inszenierung von Markus Bothe, die stimmlich hervorragenden Sänger, dem Staatsorchester unter der Leitung von David Parry, Bühnen(zeichnung)bild von Robert Schweer, Kostüm-Kunstwerke von Justina Klimczyk, ausdrucksstarker Chor in der Einstudierung von Michael Alber und Simon Zimmermann mit der Choreographie von Ivo Bärtsch, überraschende Effekte… – ist leicht zu beantworten:

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♫ Schwabengarage – Die Jagd – Naturoper mit Autos von Marios Joannou Elia

Oldtimer

Eine Oper, die nicht im Opernhaus aufgeführt wird, sondern in einem Autohaus. Die Zuschauer flanieren durch Säle mit Luxuskarossen, bevor sie sich auf ihrem Stuhl niederlassen konnten.

Neu – neu – neu

Das war die Neuigkeit in der Intendanz von Albrecht Puhlmann von 2006 bis 2011. Xavier Zuber leitete die Reihe zeitoper. Experimentelles – mit eigenen Kompositionsaufträgen – Musiktheater im öffentlichen Raum.

Experiment geglückt:  „Schwabengarage – die Jagd“ mit Musik von  Marios Joannou Elia

Oldtimer

Wäre nicht der Dirigent Bernhard Epstein – und hinter ihm das Orchester – oben auf der Empore des Auto-Ausstellungsraumes, hätte ich fast gedacht, mitten in einem Stau zu stehen zwischen lauter ungeduldigen Autofahrern. Da tritt einer aufs Gaspedal und der andere spielt mit dem Verdeck. Zwischendurch röhren die unterschiedlichen Automotoren. Hupen, Autotüren schlagen, Motor an und aus, Lichthupen. Ein eigenartiger Rhythmus – Orchester im Hintergrund, im Vordergrund Autochor – ergänzt sich optimal zu einem Ganzen in dieser Komposition von Marios Joannou Elia.

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