Kaum wird es kälter, schon verfärben sich die Blätter. Sie lassen sich unterschiedlich viel Zeit. Die Kastanien stehen schon vollkommen kahl da. Die Linden jedoch lassen es erst einmal richtig kalt werden. Sie sind einfach robuster.
Blätter fallen nach dem ersten Frost.
Die Nächte waren schon kalt genug, um das Laub gelb zu färben und einen Teil abzuschütteln.
Erst wenn der Nachtfrost kommt, lassen die Linden ihre Blätter fallen. Aber auch schon jetzt kann man bei trockenem Wetter durchs Laub schlurfen – seit Kindertagen begleitet mich die jahreszeitliche Herbstmelodie. Diese raschelnde Geräuschkulisse dauert manchmal etwas länger, wenn das Wetter schön sonnig und trocken bleibt. Nach Regenperioden klebt das Laub nur noch matschig an den Schuhen. Manchmal sorgt es für mehr oder weniger freiwillige Rutschpartien.
Das gehört zum Herbst wie die Melancholie.